Ein April wie ein Mai

Der Rhabarber wächst, die Johannisbeeren blühen und die (Wild)-bienen fliegen in Scharen. Kein Wunder, denn die Gartensaison 2018 ist bisher äußerst gnädig: Viel Sonne am Tag, für den Monat April warme Nächte und dazwischen mal ein langer Regentag, um alles gründlich zu gießen. So konnten wir die letzten Wochen und die damit ersten Gartentreffen der Saison dazu nutzen Sträucher zu verschneiden, die Bänke im Garten zu reparieren, Hochbeete aufzufüllen, Radieschen, Erbsen und Saubohnen auszusäen, die Kräuterspirale zu pflegen, das Insektenhotel wirkungsvoller auszustatten und sogar um im Garten zu grillen.

Aktueller südwestblick in den Garten.

Aus unserem Insektenhotel haben wir Tannenzapfen und Stroh entfernt – klar hat dort sicherlich mal ein Insekt ein Unterschlupf gefunden, aber wenn das Insekt nur noch diesen Ort im Garten für gut genug empfindet, müsste der Garten eine Wüste sein (und das wollen wir ja nicht!). So haben wir den Platz jetzt neu gestaltet und Hartholzbalken aus Buche mit Löchern von 4mm bis 8mm Durchmesser versehen. (Die vorherigen viel zu großen Bambusröhrchen haben wir entfernt. Eine Wildbiene bevorzugt kleinen, knapp bemessenen Wohnraum, da dickere Niströhrchen deutlich mehr Materialaufwand bedeuten [A~r² ;)]). Außerdem haben wir noch Beobachtungsröhren angebracht und Nisthilfen, die sich nach der Saison auseinanderbauen lassen, sodass sich die Kokons der nächstjährigen Bienen entfernen und sich von möglichen Parasiten trennen lassen. Im Kühlschrank halten sich die Bienen bis zum Frühjahr. Dadurch haben wir uns selber 100 Konkons Roter Mauerbienen als „Starterpopulation“ bestellen können.

Unser Insektenhotel. Etwas einfache, aber effektivere Ausstattung.

Mittlerweile ist auch schon die erste Riege der Aussaat gekeimt und frisches Grün ziert den Garten. Nun geht es ans Vereinzeln der Radieschen.

Zwei reihen Radieschen, eine Reihe Zuckererbsen.

Ansonsten beschäftigt uns in diesen Tagen noch unser Gartenname. Schon länger haben wir festgestellt, dass unser Garten nie wirklich „Permakultur“ bereibt, sondern einfach „nur“ ein Biogarten ist, in dem gemeinschaftlich gegärtnert wird. Zur Gründungszeit hatten wir damals zwei Leute im Gartenteam, die Erfahrung mit Permakultur gesammelt hatten, aber durch private Umstände, kurz nach Gründung des Gartens, die Stadt verließen. Der Name haftet also bis heute an uns. Doch jetzt haben wir die neue Wahl zwischen „Bienacolada“, „Kunderbunt“, „Paradieschsen“, „Wilde Hilde“ und „Wilde Rübe“. Welcher Name es wohl werden wird?

Selbst unsere Kräuterspirale hat wenig mit Permakultur zu tun. Also muss ein neuer Name her!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.